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DRAN BLEIBEN BEI DER CSM-VERSPIEGELUNG

16. September 2020 – Mit der sogenannten CSM-Verspiegelung hat der Lackhersteller Axalta seit Kurzem eine Technologie im Angebot, mit der sich beispielsweise gealterte Chrom-Fahrzeugteile mit einer innovativen Lackiertechnik originalgetreu aufarbeiten lassen. Eine Reihe von Werkstätten arbeitet bereits mit dem Verfahren des Herstellers CSM Coating Systems, das Axalta über seine Refinish-Marken Cromax, Spies Hecker und Standox vertreibt. Zwei Betriebe berichten hier über ihre Erfahrungen.

Noch kein typisches Alltagsgeschäft

Das Lack- und Karosseriezentrum (LaKaZe) von Mercedes-Benz in Ludwigsfelde bei Berlin ist ein echter Großbetrieb – hier werden pro Jahr bis zu 18.000 Fahrzeuge repariert. Seite einiger Zeit verfügt man auch über eine CSM-Anlage. Sie wird für verschiedene Zwecke eingesetzt, nicht an Old- und Youngtimern, sondern auch an modernen Fahrzeugen. „Hierzulande gibt es kaum noch Galvanisierbetriebe“, sagt Ingo Kaspar, Leiter des Kundendienstes. „Darum setzen wir das CSM-Verfahren auch für die Felgenlackierung, für Trittbretter, Schweller und für Teile aus dem Wageninneren ein. Da kommt schon einiges zusammen. Dennoch ist die Verspiegelung bei uns sicher noch kein typisches Alltagsgeschäft.“

Kaspar ist mit dem CSM-Verfahren sehr zufrieden, weist jedoch darauf hin, dass die Gewöhnung an die neue Technologie ihre Zeit braucht. Zwar entsprechen einige Arbeitsschritt der Verspiegelung einer normalen Fahrzeuglackierung, doch andere – wie etwa die „Bekeimung“ – unterscheiden sich deutlich. „Das Verfahren ist schon recht schulungsintensiv“, sagt er. „Man braucht eine Weile für die Einarbeitung.“ Das LaKaZe hat zwei Lackierer in dem CSM-System ausbilden lassen, und über die Betreuung und Schulung durch CSM ist Kaspar des Lobes voll: „Der Service ist exzellent!“

Kein Mangel an Einsatzmöglichkeiten

Michael Spar ist in der zweiten Generation Chef des Lackierfachbetriebs Spar in Hallbergmoos nördlich von München. Restaurierungsaufträge für Old- oder Youngtimer sind in seinem Betrieb nichts Ungewöhnliches. Dabei kommt seit einigen Monaten auch das CSM-Verfahren zum Einsatz. An Einsatzmöglichkeiten besteht kein Mangel: „Nehmen Sie beispielsweise die Stoßstangen oder Zierleisten an einem BMW-Coupe aus den frühen 70er-Jahren oder die Fensterleisten, Radkappen oder Rückspiegelgehäuse von einem VW T1“, sagt Michael Spar. „Solche Teile mussten wir früher in Galvanik-Betrieben in Osteuropa beschichten lassen“, erklärt Spar. „Heute können wir das mit der CSM-Verspiegelung bei uns erledigen.“ Doch Michael Spar setzt CSM auch für andere Zwecke ein. „Wir haben beispielsweise für einen Club 100 Spirituosenflaschen mit einem spektakulären Metall-Look versehen.“

Trotz der Unterschiede zum klassischen Lackieren, erklärt Michael Spar, hatte man in Hallbergmoos keine größeren Probleme mit der neuen Technik. „Mein Lackiermeister, ein Geselle und ich selbst haben uns schulen lassen“, erklärt Spar. „Die Schulung dauerte einen Tag – am Tag drauf haben wir es dann bereits selbst ausprobiert.“ Doch er räumt ein: „Auch hier gilt natürlich: Erst Übung macht den Meister. Man muss schon regelmäßig dranbleiben, um Erfahrung und die nötige Routine mit der Verspiegelung zu bekommen.“

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CSM_Verspiegelung_3

CSM-Verspiegelung im Lack- und Karosseriezentrum von Mercedes-Benz in Ludwigsfelde.

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